Auf dieser Seite finden Sie WERSI-Produkte, alphabetisch sortiert, deren Anzeigen vorgestellt werden.

WERSIBOARD MUSIC 64

WERSIBOARD MUSIC 64

Anzeige aus KEYBOARDS 12/1984

 

WERSI war ein deutscher Hersteller von Elektronischen Orgeln mit Sitz in Halsenbach/Rheinland-Pfalz, die größtenteils als Bausatz verkauft wurden (von 1969 bis 2010).

Die Gründer des Unternehmens waren die Brüder Wilhelm-Erich und Reinhard Franz aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Name WERSI setzt sich aus den Anfangsbuchstaben deren Geburtsortes Werlau und denen der Kreisstadt Simmern zusammen.

Die große Anzahl der elektronischen und mechanischen Bauteile erforderte seinerzeit umfangreiche Handarbeit, sodass fertige WERSI-Orgeln für die meisten Musiker unerschwinglich waren. Durch den Selbstbau, dessen Idee von der damaligen Konkurrenzfirma Dr. Böhm adaptiert worden war, wurden größere E-Orgeln von WERSI erstmals für viele Bands und Hobbymusiker interessant. Darüber hinaus bot der Bau einer WERSI-Orgel so manchem Bastler die Möglichkeit, ein Zusatzeinkommen zu erwerben.

Die Orgeln enthielten 12 einzeln zu stimmende Oszillatoren. Im Gegensatz zu aus Zählschaltungen erzeugten Tönen war ihr Klang daher nicht synthetisch. Spätere Modelle wurden oftmals durch einen integrierten PC mit CD-Brenner und Touchscreen ergänzt.

Die zuletzt hergestellten Orgeln sind Modelle der OAS Serie (OpenArt-Systems) mit den Bezeichnungen «Apollo», «Abacus», «Ikarus», «Xenios», «Verona», «Scala», «Louvre», «Gigapiano» und «Expander». Die Tonerzeugung erfolgt bei diesen mittels verschiedener Technologien, wie Sampling, Wavetable, Drawbars (OX7), Analog, FM, VST-Host für bis zu vier Instrumente, Video und MP3, voll digital, wodurch die jeweiligen Stärken der Klangerzeugung gleichzeitig zum Tragen kommen.

Nach dem Konkurs des Unternehmens erwarb die Firma Music Store in Köln 2010 die Markenrechte. Seit der Übernahme 2010 von Music Store werden die Orgeln der OAS-Serie vom WERSI-Studio Hochrhein gefertigt.

Quelle: Wikipedia